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Tierrettung aus der Isar am 22.Juni.2008

 

Einsatzbericht: 
Einsatzbeginn:16:28 Uhr
Einsatzdauer0,5 Stunden
Fahrzeuge:LF16
LF8
MZF
Einsatzkräfte:21 Mann
Weitere Wehren:FF Harburg
Sonstige Kräfte:

 

Am 22.06.2008 wurden wir um 16:28 Uhr zu einer Tierrettung alarmiert. Ein Hund war in der Nähe der Stützkraftstufe Landau in eine Strömung geraten, aus welcher er aus eigener Kraft nicht mehr kam. Der Hund wurde mit unserer Hilfe aus der Strömung befreit.

Feuerwehreinsatz der etwas anderen Art:

Hundedame aus misslicher Lage befreit

Besitzerin warnt vor gefährlichem Strudel und ist der Feuerwehr zutiefst dankbar

Pilsting/Harburg. (eis) In Sachen Tierschutz sind die Feuerwehren Pilsting und Harburg am Sonntagnachmittag ausgerückt. Die drei Jahre alte Hundedame „Kyra“ war unweit der Staustufe Harburg in der Isar in einen Strudel geraten und konnte sich gerade noch so über Wasser halten. Am Ende befreiten die Feuerwehrkameraden den Vierbeiner aus seiner misslichen Lage, alles ging noch mal gut aus.
„An solch einen Einsatz kann ich mich in den letzten 15 Jahren nicht erinnern“, berichtet zweiter Kommandant Josef Haslinger. In Sachen Tierrettung wird die Feuerwehr eher selten alarmiert. Anders an jenem Sonntag: Rebekka Waßmann (23) war mit ihrem Liebling an der Isar unterwegs, zusammen mit einer Freundin. Da durfte die fesche Leonberger-Hündin mal schnell ins erfrischende Wasser hüpfen – und ward plötzlich aus den Augen verloren. „Ich hab drei Mal nach ihr gerufen, aber Kyra war nicht mehr zu sehen“, berichtet Rebekka. Die verzweifelte Suche ergab schließlich, dass sich Kyra rudernd aus einem Strudel befreien wollte, was ihr aber trotz beherzter Zurufe nicht gelang.
Rebekka Waßmann hatte zwar eine sehr lange Leine dabei, doch auch damit ließ sich kein geeigneter Rettungsversuch unternehmen – immer noch zu kurz. Zu ihrer Hündin ins Wasser zu springen, das wäre für die beiden Frauen wohl lebensgefährlich geworden. So wurde schließlich die Feuerwehr als Retter in fast allen Notlagen gerufen.
Mit mehreren Kameraden rückten die Feuerwehren Pilsting und Harburg an, darunter als Einsatzleiter Kommandant Norbert Weinmann, Kreisbrandinspektor Dionys Härtl und Kreisbrandmeister Josef Hopfensperger, der sonst als Bürgermeister für all die Sorgen und Nöte seiner Bürger zuständig ist. Ein Pilstinger und zwei Harburger Feuerwehrleute begaben sich schließlich an Leinen gesichert – in die Isar, um den Hund aus seiner misslichen Lage zu befreien. Die tapfere Hundedame hatte inzwischen rund 25 Minuten durchgehalten.
Weil das an die Öffentlichkeit gehöre, hat die Mutter der 23-Jährigen und eigentliche Hundebesitzerin die LZ informiert. Sie war just zu diesem Zeitpunkt im Urlaub, ihre Tochter passte derweil auf den Leonberger auf. Sie findet, dass auf die Gefahrenstelle rund 250 Meter flussabwärts an einem Altwasserarm unbedingt hingewiesen werden muss, bevor der nächste Hundebesitzer sein Tier arglos in die Isar springen lässt. Und auch Tochter Rebekka meint: „Das ist dort g’scheit gefährlich!“ Auf die Kinder sollte dort besonders Acht gegeben werden, weil es schier unmöglich sei, sich aus dem Strudel zu befreien, rät sie. Ihr Vierbeiner sei eigentlich ein typischer Schwimmerhund, aber auch der konnte sich nicht mehr aus eigener Kraft befreien. Und auch der beherzte Einsatz der Feuerwehr ist schließlich lobende Zeilen in der Zeitung wert, finden Mutter und Tochter. Ob Hundedame Kyra als Belohnung für ihr tapferes Durchhalten eine extragroße Knackwurst gekriegt hat, ist allerdings nicht bekannt.

(Quelle: Landauer Zeitung vom 27.Juni.2008)

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