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Unwettereinsätze am 15.Juni.2005

 

Einsatzbericht: 
Einsatzbeginn:18:38Uhr
Einsatzdauer6 Stunden
Fahrzeuge:LF16
LF8
MZF
Einsatzkräfte:28 Mann
Weitere Wehren:FF Waibling
FF Großköllnbach
FF Ganacker
FF Wallersdorf
FF Landau

 

Am Abend des 15.06.2005 zog ein heftiges Unwetter über einen Teil unserer Gemeinde. Stundenlang mussten überflutete Keller und Höfe ausgepumpt werden. Nach dem Einsatz waren die Gerätewarte und Helfer weitere Stunden beschäftigt, die extrem verschmutzten Geräte und Fahrzeuge zu säubern.

Unwetter richtete schwere Schäden an

Vor allem der Norden der Gemeinde Pilsting betroffen – Feuerwehren im Großeinsatz

Landau. (hw) Zahlreiche überflutete Keller und Fluren und von Schlamm und Geröll überschwemmte Straßen waren die Folge des Unwetters, das am Mittwochabend im nördlichen Teil des Landkreises Dingolfing-Landau wütete. Vom Nordhang des Isartals suchten sich große Niederschlagsmengen einen Ablauf, den sie in Häusern und Gehöften fanden. So etwas habe man überhaupt noch nicht gesehen, stellte Bürgermeister der Gemeinde Pilsting, Josef Maierhofer, betroffen fest, der sich selbst ein Bild vom Ausmaß der Schäden machte.
Im Bereich der Gemeinde Pilsting wurden in der Kürze der Zeit bis zu „70 Liter pro Quadratmeter gemessen. Aus harmlosen Bächlein wurden reißende Sturzbäche. Betroffen „waren in erster Linie die Orte Großköllnbach, Waibling, Unter- und Oberdaching, Kreuth und Ottering. Das Wasser stand teilweise bis zu ‚einem guten Meter in den Bauernhöfen. In Großköllnbach schwoll der Köllnbach bedrohlich auf eine Höhe wie noch nie an. Die Feuerwehr konnte mit Sandsäcken gerade noch verhindern, dass der Bach über die Ufer lief.
Eine Vielzahl von Kellerräumen stand unter Wasser, etwa in Etzenhausen und Würglberg. In manchen Fällen dürfte sich dabei das Fehlen von Rückstauklappen bei Anschlüssen im Keller fatal ausgewirkt haben, vermutet Bürgermeister Mai-erhofer. Ein Zeichen dafür, wie ungewöhnlich stark der Wolkenbruch war, ist auch die Tatsache, dass die Weiher bei Kreuth volliefen und dann ein benachbartes Haus überflutet wurde.
Die Schäden waren auch am Tag darauf kaum abschätzbar. Vermutlich gibt es dadurch erhebliche Ernteverluste. Von ausgelaufenem Heizöl war laut Bericht der Polizei nichts bekannt. Die Feuerwehren hatten jedenfalls wieder einen Großeinsatz zu leisten. Eingesetzt waren unter der Leitung von Kreisbrandinspektor Dionys Härtl vor Ort zehn Feuerwehren aus diesen Bereichen. KBR Alfons Weinzierl wirkte ebenfalls bei der Führung dieses Einsatzes mit, an dem knapp 200 Feuerwehrler beteiligt waren.
Der Dank der Geschädigten, die eine so spontane Hilfe von Feuerwehren erfuhren, und natürlich auch der Polizei gilt diesen Feuerwehrangehörigen und allen Helfern.

FFW im Unwettereinsatz

Zur Unterstützung im Pilstinger Gebiet angefordert

Wallersdorf. Am Mittwochabend wurde die FFW Wallersdorf gegen 19 Uhr zur Unterstützung beim Unwettereinsatz in die Gemeinde Pilsting angefordert. Mit drei Fahrzeugen und 15 Mann wurde die Wehr im Bereich Unterdaching und Oberdaching eingesetzt.
Dort hatten schwere Niederschläge mehrere Anwesen mit Schlamm und Geröllmassen, bis zu einem Meter überschwemmt. Bestens bewährt haben sich wieder einmal die Schmutzwassertauchpumpen, die von den Gemeinden für die Feuerwehren beschafft wurden. Mit einer Leistung bis zu 2000 l/min, konnten relativschnell die Wasser- und Schlammmassen abgepumpt werden.
Keller und Werkstätten wurden mit dem C-Rohr sauber gespritzt und der Schlamm gleichzeitig abgepumpt. Die FF Wallersdorf versorgte mit dem Versorgungs-LKW die Einsatzkräfte mit Treibstoff, da die Pumpenaggregate bereits mehrere Stunden im Einsatz waren und der Reservetank zur Neige ging. Gegen 0.30 Uhr konnte die Wehr Wallersdorf wieder zum Standort zurückkehren, wo die Ausrüstung und Gerätschaften noch einer Grundreinigung unterzogen werden mussten.

(Quelle: Landauer Zeitung vom 17. und 18.06.2005)
(Bilder: Stömmer und Wimberger – Landauer Zeitung vom 17. und 18.06.2005 )

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